Hilfe für Saphira

Krankheiten machen leider auch vor unseren Tieren nicht halt. 

Im Fall von Saphira ist es der Hufkrebs, der der 10-jährigen Kaltblutstute zu schaffen macht. Bei der kleinsten Berührung blutet es und die betroffenen Stellen sind hoch empfindlich. In ganz schlimmen Zeiten waren drei Hufe betroffen, die oft auch geblutet haben. Als Hufkrebs bezeichnet man eine Wucherung der Huflederhaut. Das dort gebildete Material ist nicht verhornt wie normales Hufhorn, sondern weich, schmierig und stark durchblutet. Durch falsche Fütterung, Stoffwechselstörungen und anderen vermuteten Veränderungen an der Huflederhaut kann es zu dieser krebsartigen Wachstumsstörung kommen. Meistens wachsen blumenkohlartige Geschwüre an dem Huf. Wird der Hufkrebs entdeckt, so ist die weitere Vorgehensweise von entscheidender Bedeutung für die Heilungschancen. Das Pferd wird unverzüglich auf eine ausgewogene Diät gesetzt. Für die nächsten 6 Monate. Keine Möhren, Leckerchen, Müsli oder Kraftfutter und keine Silage. Eine Blutbildanalyse und Tetanusimpfung durch den Tierarzt. Oft wird der Hufkrebs erst nach deutlicher Ausbreitung festgestellt. Daher kommt dann nur noch eine Radikaloperation in Betracht. Die betroffenen Stellen am und unter dem Huf müssen radikal operativ entfernt werden. Sind die Hufballen mit befallen, so müssen auch die befallenden Stellen radikal entfernt werde.

Damals lautete die Prognose: Noch ein Jahr, dann kann sie nicht mehr laufen.

Erschütternd!

Hinzu kommt, dass die Behandlung und Heilung dieser Erkrankung, wenn überhaupt dann meist nur schleppend vorangeht. Viele Pferde sind und bleiben wegen dieser Erkrankung und wegen der damit verbundenen Schmerzen dauerhaft unbrauchbar bzw. werden euthanasiert. Faktoren wie feuchte Weiden und uringetränkte Einstreu spielen eine große Rolle. Lokale Ursachen des Hufkrebses liegen in matschigem, von Kot, Harn und Ammoniak getränkten Ausläufen und Ställen, mangelhafter Bewegung und/oder fehlerhafter bzw. ausbleibender Hufpflege.Diese Krankheit ist in den meisten Fällen die Folge von schlechter Hufpflege, kombiniert mit schlechten, unsauberen Haltungsbedingungen und die über längere Zeit nicht erkannt und nicht behoben wurden. Oft geht dem Hufkrebs die Strahlfäule voraus. Gerade im Herbst, Winter und zeitigem Frühjahr tritt oft Hufkrebs und Hornfäule auf. Organische Ursachen des Hufkrebses liegen oftmals in einer fehlerhaften, schlechten Fütterung.

Pfoten Verband e. V. und der Tierhof im Ruhrtal möchte gemeinsam mit Ihnen Saphira helfen.

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